November 22nd, 2011
Willkommen auf der Seite der Kurt und Herma Römer Stiftung in Hamburg.
Die Stiftung widmet sich der humanitären Hilfe für ehemalige KZ-Häftlinge und ZwangsarbeiterInnen. Wir - etwa ein halbes Dutzend Aktive und ein ehrenamtlich arbeitender Vorstand - sammeln materielle und finanzielle Spenden, machen Aufklärungs- und Öffentlichkeitsarbeit und pflegen persönliche Kontakte zu der Vereinigung „Simferopoler Städtische Organisation der invaliden KZ-Häftlinge und Zwangsarbeiter“ auf der Krim. Wer postalisch mit uns Kontakt aufnehmen möchte, schreibe bitte andie Kurt und Herma Römer Stiftung, Postfach 500842, 22708 Hamburg.
Aktuell:
Sie wollen sich engagieren?
Kommen Sie doch zu einem unserer monatlichen Abeitstreffen oder zu einer der öffentlichen Veranstaltungen! Mindestens einmal im Monat trifft sich die Krim-Ini = “Initiative Neue Verantwortung für die Opfer faschistischer Zwangsarbeit in Hamburg und Norddeutschland” im selbstverwalteten Stadtteiltreff Centro Sociale in Hamburgs Westen. Neue Aktive sind herzlich willkommen. Gerne können Sie auch Geld an die gemeinnützige Kurt-und-Herma-Römer-Stiftung spenden. Da alle Aktiven, auch der Stiftungsvorstand, ehrenamtlich tätig sind und die Stiftung keinen Verwaltungsstruktur finanzieren muss, fließt Ihre Spende vollständig in die humanitäre und politisch-aufklärerische Arbeit.
Respekt!
Mit der kleinen Zeitung Respekt macht die Krim Gruppe / Kurt und Herma Römer Stiftung auf die Situation überlebender KZ-Häftlinge und ZwangsarbeiterInnen aufmerksam - verteilt u.a. als Beilage in der taz und der Wochenzeitung Freitag, Auflage: 100.000, hier als pdf download.
Stipendien
Die Kurt und Herma Römer Stiftung vergibt Stipendien zur Förderung wissenschaftlicher Forschung, Aus- und Fortbildung. Förderungsfähig sind Personen, die als Studierende an einer Hochschule eingeschrieben sind, oder Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, die über die entsprechenden Qualifikationen (z.B. Hochschulabschluss) verfügen und beabsichtigen diese formal (z.B. zur Promotion) oder inhaltlich (z.B. durch Veröffentlichung) zu erweitern. Der Antrag auf Förderung ist schriftlich an die Vorsitzende der Stiftung, Frau Dr. Susanne Uhl, Bismarckstraße 106, 20253 Hamburg zu richten. Richtlinien zur Vergabe von Stipendien der Kurt und Herma Römer Stiftung
Noch mehr Infos
Hier gibt es eine Fotoreportage und weitere Infos über den Simferopoler Verein invalider ehemaliger KZ-Häftlinge und ZwangsarbeiterInnen auf der Krim (Seite der Stiftung EVZ).
Unvergessen
Das Herz unserer lieben Freundin und Mentorin Herma Römer blieb am 19. Juni 2009 stehen. Auf ihren ausdrücklichen Wunsch hin wurde sie anonym und ohne Trauerfeier in Hamburg bestattet. Sicher hätte Herma Römer sich über einen Spendenstrom zugunsten ihrer gemeinnützigen Stiftung gefreut - wir bitten deshalb darum, - statt Blumen - kleine und große Beträgeauf das Stiftungskonto (Hamburger Volksbank, Konto 83 900 500, BLZ 201 900 03) zu überweisen. Das Geld kommt direkt für die Unterstützung ehemaliger KZ-Häftlinge und ZwangsarbeiterInnen auf der Krim zugute. Herzlichen Dank.
______________________________________
Zur Vorgeschichte der Krim-Initiative und der Stiftung
2005 besuchten politisch engagierte Menschen aus Hamburg und dem Wendland die Halbinsel Krim, um dort einen praktischen Beitrag zur Erleichterung des Alltags Überlebender ehemaliger ZwangsarbeiterInnen und KZ-Häftlinge zu leisten. Es entstand eine regelmäßige Verbindung zur Vereinigung „Simferopoler Städtische Organisation der invaliden KZ-Häftlinge und Zwangsarbeiter“. Als selbst organisiertes Projekt hat die Vereinigung etwa 180 über das gesamte Gebiet der Krim verstreute Überlebende und Familienangehörige zusammengeschlossen. In Simferopol konnte die Gruppe ein kleines Haus als offene Begegnungsstätte einrichten.
Noch heute leben auf der Krim etwa 15.000 Frauen und Männer, die im Zweiten Weltkrieg verschleppt und ausgebeutet wurden. Für sie drängt die Zeit: In jedem Jahr sterben hunderte, ohne eine persönliche Wiedergutmachung von deutscher Seite erhalten zu haben. Viele sind schwerst behindert ans Haus oder sogar Bett gefesselt. Sie leben zum Teil unter nicht menschenwürdigen Verhältnissen. Soziale Isolation und bitterste Armut in hohem Alter führen dazu, dass sich immer mehr Überlebende weder allein versorgen noch notwendige medizinische Hilfe erreichen können. Ihr Leid begann als aus der Ukraine in das nationalsozialistische Deutsche Reich verschleppte Jugendliche (mit 14 bis 17 Jahren). Bei ihrer Rückkehr nach der Befreiung erlebten diese Menschen neues Leid.
Ihnen, die mit Gewalt zur Zwangsarbeit verschleppt worden waren, wurde Verrat am Vaterland und Zusammenarbeit mit „den Deutschen“ vorgeworfen. Read the rest of this entry »





