Historische Fahrradtour: Auf den Spuren des Arbeitserziehungslagers Wilhelmsburg (1943-1945)

Das Arbeitserziehungslager (AEL) Wilhelmsburg wurde im April 1943 auf Antrag der Gestapo Hamburg eingerichtet. In den Planungen 1941 waren die AEL noch maßgeblich zur „Disziplinierung“ der deutschen Arbeiter gedacht. Im Zuge des flächendeckenden Einsatzes von ausländischen Zwangsarbeiter*innen bilden diese auch zunehmend die Häftlinge in den AEL. Bisher lassen sich Häftlinge aus mindestens 15 Ländern nachweisen, darunter große Teile der ehemaligen chinesischen Community aus St. Pauli. Im AEL sollten den Häftlingen jeglicher Widerstandswille gebrochen werden. Dafür sollten die Bedingungen sehr hart sein, was angeblich durch die befristete Haftzeit möglich sein sollte. Mindestens 182 Menschen überlebten die Haftzeit in Wilhelmsburg jedoch nicht. Diejenigen, die überlebten, kamen schwer gezeichnet in die Betriebe zurück, wo sie dem Rest der Belegschaft als Abschreckung dienen sollten.

Der Historiker Martin Reiter stellt den aktuellen Stand seiner Recherchen zum bisher kaum erforschten AEL Wilhelmsburg auf einer Radtour vor, die zwischen Altona und Wilhelmsburg an mehreren Stationen Halt macht.

Länge der Fahrradtour: ca. 15 km

Eine schriftliche Anmeldung ist erforderlich! Aufgrund der Einschränkungen durch die Corona-Pandemie müssen die Organisatoren die Kontaktdaten aufnehmen. Deshalb bitte das Anmeldeformular Rundgänge ausfüllen und senden an:

Die Teilnehmer*innenzahl ist begrenzt
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Während der Tour stellen wir den Teilnehmer*innen eine Audio-Guide-Anlage für jeweils 1 Pfand p.Person ( z.B. Personalausweis, Führerschein o.ä., das nach dem Rundgang zurückgegeben wird ) zur Verfügung. Aus hygienischen Gründen bitten wir, nach Möglichkeit einen eigenen Kopfhörer mit 3,5 mm Klinken-Stecker mitzubringen.

Treffpunkt:

Haupteingang der fux e. G., Ecke Zeiseweg/Bodenstedtstraße
22765 Hamburg

Zeit: 02.08.2021, 18:00–­20:00 Uhr

Teilnahmegebühr: 5 Euro (wird vor Ort eingesammelt/bitte passend bereithalten).

Gefördert durch die Landeszentrale für politische Bildung Hamburg.

Kontakt

Rosa Luxemburg Stiftung Hamburg
E-Mail:
Telefon: +49 40 28003705