Gedenken an die Opfer nationalsozialistischer Zwangsarbeit in Neubrandenburg am 8. März 2020

Von 1942 bis 1945 wurden über 6 000 Frauen, vor allem aus Polen, Frankreich und der ehemaligen Sowjetunion, als Häftlinge des Konzentrationslagers Ravensbrück in Neubrandenburg gezwungen, unter unmenschlichen Bedingungen in der Rüstungsproduktion für die deutsche Kriegsmaschinerie zu arbeiten. Eine solche Konzentration weiblicher Zwangsarbeit gab es im Deutschen Reich nur im Osten Mecklenburgs.

Seit Jahren wird an diese Opfer der nationalsozialistischen Zwangsarbeit, getragen vom mittlerweile aufgelösten Demokratischen Frauenbund, am Frauen-Ehrenmal in der Neubrandenburger Oststadt erinnert. Dieses Gedenken wird von Sieglinde Scheel, Sabine Baumert, Liselotte Mülson, Isolde Jerxsen, Brigitte Zirzow, Irene Kett und Bettina Schneider als „Fraueninitiative Neubrandenburg“ fortgesetzt. Der Vorstand der Hamburger Kurt und Herma Römer Stiftung, der einerseits 14 überlebenden ehemaligen KZ-Häftlingen durch humanitäre Hilfe verbunden war und andererseits die Unterstützung des öffentlichen Erinnerungsortes „Trauernde“ am Regionalmuseum aktiv unterstützte, bittet die Öffentlichkeit um Teilnahme an der Veranstaltung am Sonntag, den 8. März 2020, um 10 Uhr in der Neubrandenburger Oststadt (Zufahrt über den Mühlendamm, 17033 Neubrandenburg). Es werden dort u. a. neben der diplomatischen Vertretung Polens für die „Fraueninitiative“ Sieglinde Scheel und ein Vertreter der Stiftung kurz sprechen.

Datum und Uhrzeit: 
Sonntag, den 8. März 2020, 10 Uhr

Ort:
Frauen-Ehrenmal, Neuer Friedhof (Am Mühlendamm), 17033 Neubrandenburg (Oststadt), Zufahrt über den Mühlendamm 

Bericht über die Veranstaltung im „Nordkurier“, Neubrandenburg, vom 9. März 2020

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